TuS Wettbergen e.V. - Aktuell

15.12.2020 Kategorie: Öffentlichkeitsarbeit

Vorstellung: Nico Krudewig


Moin zusammen,

mein Name ist Nico Krudewig. Ich bin 22 Jahre alt und seit diesem Jahr der erste duale Student des TuS Wettbergen. Ich bin bereits seit knapp 15 Jahren im Verein Mitglied. Groß geworden in unserer Fußballabteilung wechselte ich 2010 zum Handball. Nach 6 erfolgreichen Jahren in unserer Jugend kam ich 2016 in unsere Herren-Mannschaft, wo ich weiter auf meiner Lieblingsposition am Kreis spielen konnte.

Noch im selben Jahr begann ich als Co-Trainer der damaligen mänl. C-Jugend (der heutigen A-Jugend). Im folgenden Jahr übernahm ich zur Saison 17/18 meine eigene mänl. C-Jugend-Mannschaft (der heutigen B-Jugend). Nach über 3 Jahren als Trainer dieser Mannschaft bin ich stolz auf das was wir zusammen erreicht haben. Nach zwei Aufstiegen von der Regionsklasse in die Regionsoberliga und mehreren erfolgreichen Turnieren, war mein Highlight als Trainer die gewonnene Meisterschaft der Regionsliga 19/20 im vergangenen Jahr, in der wir ungeschlagen die perfekte Saison hinlegten. Doch sowohl erfolgsverwöhnt, als auch immer noch erfolgshungrig, streben wir nach der Landesligaqualifikation, wodurch wir als erstes Wettberger Handballteam in die Landesliga eintreten könnten.

Diese tollen Erfahrungen, die ich mit meinem Team sammeln konnte, haben mich in meiner Berufswahl sehr geprägt. Zusammen mit den Erfahrungen aus meinem FSJ an einer weiterführenden Schule wurde mir bewusst, dass es mein Wunsch ist eines Tages als Sozialpädagoge an einer Schule zu arbeiten. Mit diesem Berufswunsch trat ich an unseren zweiten Handball-Abteilungsleiter Markus Köster heran, da er ebenfalls langjährig in diesem Berufsfeld tätig ist. Dieser erzählte mir von seiner Idee eines tollen Konzepts, welches in Norddeutschland nur wenig bekannt sei. Zusammen mit unserem 2. Vorsitzenden Uwe Liepelt arbeiteten die beiden ein speziell angepasstes Konzept aus. Dadurch ermöglicht mir der Verein seit dem 1. Oktober 2020 ein duales Studium des Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der IUBH.

Die Idee hinter dem Konzept das hierfür ausgearbeitet wurde ist dabei so einfach wie es effizient ist. Der Gedanke dabei ist es gut ausgebildete Vereinstrainer an die Schulen zu schicken um dort AGs zu leiten. Da in Hannover die Schulen vermehrt versuchen ein Ganztagsangebot zu ermöglichen, fehlen den Schulen Gelder und Arbeitskräfte um alle Schulstunden mit voll ausgebildeten Lehrern zu besetzen. Durch Trainer an Schulen bekommen die Schulen vergleichsweise günstige Arbeitskräfte, welche für die einzelnen AGs eine höhere Fachkompetenz haben, als sie vermutlich ein zwar flächendeckend, aber auch teilweise oberflächlich ausgebildeter Sportlehrer hat. Diese können ja nicht jedes Thema detailliert kennen. Somit gewinnen auch die Kinder die eine AG gewählt haben. Sie bekommen nun von einem Fachmann Tipps und Tricks, der sich in seinem Bereich sehr gut auskennt und dies durch viel Erfahrung auch bestmöglich vermitteln kann. Hinzu kommt, dass es den Kindern die Interesse an einem Sport gefunden haben erleichtert wird diesen im privaten, als Hobby im Verein weiterzuführen, da der Kontakt zum Verein über den Trainer bereits besteht und dieser den Übergang begleiten kann. So gewinnt letztlich auch der Verein, der die Möglichkeit bekommt Kinder und Jugendliche an Schulen für tolle Sportangeboten zu begeistern und evtl. das eine oder andere neue Mitglied begrüßen zu dürfen. Alles in allem eine Win-Win-Win-Situation.

In der Praxis sieht es bei mir so aus, dass ich von Montag bis Mittwoch an der Grundschule Wettbergen, der Henning-von-Tresckow-Grundschule und der Leonore Goldschmidt Schule (IGS Mühlenberg) AGs gestalte und den Ganztag begleite. Zusätzlich bin ich weiter als Handballtrainer im Einsatz und lerne in unserer Geschäftsstelle viel über die Struktur und den Aufbau unseres Vereins. Donnerstags und Freitags studiere ich derzeit online an der IUBH.

Als erst zweiter Sportverein in Hannover mit einem dualen Studenten ist es unser Ziel bei diesem tollen Konzept als Vorbild für andere Schulen und Vereine zu dienen und als positives Beispiel voranzugehen.

Ich persönlich freue mich sehr auf meine Zeit beim TuS, an den Schulen und an der IUBH.